Ihr Kind soll zum Konfirmations-Unterricht, und wir bekräftigen Sie gerne in diesem Beschluss. Wir gehen davon aus, dass das einerseits gute Sitte ist, und das es andererseits für ihr Kind und für Sie als Familie auch eine prägende Zeit sein wird.

Die formalen Voraussetzungen in unserer Kirchengemeinde sind vom Alter her 12 Jahre, und von der Schulzugehörigkeit 7. Klasse. Stichtag für das Alter ist wie bei den Schulen der 30.6. eines Jahres. Ist ihr Kind dann 12 Jahre alt, sollte es angemeldet werden. Bei der Frage des Schuljahres kann es sinnvoll sein, die Anmeldung um ein Jahr hinaus zu schieben, und wenn die Versetzung in die 7. Klasse abzusehen ist, das Kind dann anzumelden. Das hat Gründe im „Lernen-Können“, aber auch in den Absprachen mit den Schulen.

Bei den Voraussetzungen haben wir nicht die Taufe aufgeführt. Da es aber keine Konfirmation ohne Taufe gibt, wird diese dann in den anderthalb Jahren des Unterrichts verabredet und durchgeführt. Da aber ihr Kind also noch nicht getauft ist, können wir es auch nicht anschreiben, und sie werden gebeten, sich telefonisch bei Ihrem Pfarrer zu melden.

Sie werden als Eltern mit Ihrem Kind angeschrieben, im späten Frühjahr, und werden dann zur Anmeldung vor den Sommerferien eingeladen. Zuständig ist der Pfarrer Ihres Bezirks, nur in begründeten Ausnahmen kann ein Kind auch zu einem anderen Pfarrer in den Unterricht gehen.

Der Unterricht beginnt nach den Sommerferien und endet nach anderthalb Jahren mit der Konfirmation im April bzw. Mai. Es besteht Teilnahmepflicht und die Pflicht zum gelegentlichen Gottesdienstbesuch – ca. 10-15 mal in den anderthalb Jahren. Wir weisen höflich darauf hin, dass Sie als Eltern auch bei diesen Gottesdiensten gerne dabei sein sollten, und immerhin sind Sie ja auch aufsichtspflichtig für ihr Kind.

Die Unterrichtsinhalte sind einerseits die klassischen sachkundigen Themen wie Bibel, Bekenntnis, Gebote, Beten, Abendmahl und Taufe. Sie werden in Jugend gemäßer Form unterrichtet. In jedem Kurs wird auch eine Freizeit durchgeführt.

Noch etwas zu den Fremdwörtern. Der Begriff „Katechumenen“ kommt aus dem griechischen und meint „Unterricht“; er wird meistens für das erste Jahr gebraucht. Das Wort „Konfirmand“ kommt aus dem lateinischen und meint „Festigung“, und wird meistens für das zweite Jahr gebraucht. Aber jenseits aller Fachworte lernen wir ja lebenslang, dass es uns gut tut, als Kinder Gottes zu leben und zu handeln.