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Dr. Frank Hartmann

Liebe Gemeinde,

als neuer Pfarrer der Kirchengemeinde Neukirchen grüße ich Sie herzlich. Ich freue mich auf Sie als Gemeinde und den Ort Neukirchen. Mit mir freut sich meine Frau Sandra, gelernte Krankenschwester und Heilpädagogin, die zur Zeit die Familie managt. Wir haben vier Kin-der: Jonathan (17), Benjamin (14), Rebecca (12) und Deborah (10). Und zu uns gehört unser (erster) Hund Mio (3).

Geboren wurde ich vor 48 Jahren in Mülheim/Ruhr, wo ich auch zum größten Teil mit vier Geschwistern aufgewachsen bin. Glaube und Gemeinde gehörten dabei schon immer zu meinem Leben dazu. Nach Abitur und Zivildienst in einer Suchtberatungsstelle habe ich 1985-1990 Theologie in Bochum studiert. Anschließend arbeitete ich an einer Dissertation zu einem Thema aus der Geschichte des Pietismus. Ein großer Einschnitt war für mich der Wechsel von der Ev.-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) zur Evangelischen Kirche 1993.

Nach Vikariat in Mülheim-Speldorf und der Hilfsdienstzeit in Essen-Kettwig trat ich 1997 meine erste Pfarrstelle in Rheydt (gehört zu Mönchengladbach, hört ein Rheydter aber nicht gerne) an. Dort war ich Pfarrer an zwei Berufskollegs, aber auch der Dienst in der Gemeinde gehörte dazu.

Auf Dauer wollte ich aber gerne als Gemeindepfarrer tätig sein. So bin ich seit 2002 Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken, einer Gemeinde mit sechs Pfarrstellen.

Von den vielen unterschiedlichen Aufgaben liegen mir hier Gottesdienste besonders am Herzen, die wir im Bezirk in unterschiedlicher Form feiern.

Ich arbeite gerne mit den Konfirmanden, mache Besuche, gehe gerne in den Kindergarten zur Andacht oder zum Spielen oder bin gerne auch Gast in der Frauenhilfe. Außerdem habe ich versucht, Akzente im missionarischen Gemeindeaufbau zu setzen durch Glaubenskurse oder Jugendwochen.

Seit einiger Zeit ist bei mir der Wunsch gereift, noch einmal in einer anderen Gemeinde Dienst zu tun, die nicht so viele Bezirke hat, die mehr meinem theologischen Profil und meinen Gedanken von Gemeindeaufbau entspricht und in der für mich als Kind des Ruhrgebiets auch das soziale Umfeld eher zu mir passt. So hat mich die Ausschreibung der Gemeinde Neukirchen angesprochen. Und die weiteren Gespräche haben das bestärkt und bestätigt.

Nun freue ich mich darauf, mit Ihnen gemeinsam Gemeinde zu bauen und zu gestalten. Meine erste Aufgabe wird sicher sein, die Gemeinde, Mitarbeiter und Gruppen, kennen zu lernen. Wichtig werden mir die Gottesdienste bleiben. Dass sie die Mitte der Gemeinde sind, darf nicht nur Theorie sein. Ich finde es wichtig, wenn am Gottesdienst mehrere beteiligt sind und dass es musikalische Vielfalt gibt (auch wenn ich selbst nur ein wenig mit der Gitarre begleiten kann). Überhaupt kann Gemeinde ja nur gelingen, wenn sich viele mit ihren Gaben und Ideen einbringen. Um Glauben und Leben miteinander zu teilen, halte ich viel von kleinen Gruppen wie Bibelkreisen oder Hauskreise. Um Menschen unseren Glauben nahezubringen, sind für mich Glaubenskurse eine gute Möglichkeit. Vor allem aber denke ich, dass Gemeinde durch Beziehungen gebaut wird. Menschen müssen in der Gemeinde die Liebe Gottes entdecken und erleben können. Deswegen ist mir im Laufe der Zeit der Satz von Paulus: „Ihr seid ein Brief Christi“ immer wichtiger geworden.

Meine Hobbys sind alles, was mit Norwegen zu tun hat, zur Zeit vor allem das Lernen der Sprache. Außerdem lese ich gerne und versuche, regelmäßig zu joggen. Zu den weiteren Dingen, die ich gerne tue, komme ich meist nur im Urlaub: mein Fernrohr aufbauen, denn ich interessiere mich für Astronomie – Fotografieren – Gesellschaftsspiele – Wandern.

Also: Ich freue mich auf Neukirchen. Wir waren ja schon einige Mal dort und uns gefällt etwa das Dorf und die Alte und Neue Kolonie.

Der Umzug ist angedacht für Mitte Juli. Wohnen werden wir in einem neuen Pfarrhaus in der Bruchstr. 2a. An dieser Stelle danke ich dem ganzen Presbyterium für diese Möglichkeit und insbesondere Frau Ehrmann und Herrn Müntinga für die Zeit und Mühe, die sie bei der Suche nach einem geeigneten Objekt investiert haben. Gerne hätte ich in meinem neuen Seelsorgebezirk gewohnt, aber das war in der Kürze der Zeit nicht möglich. Aber natürlich werde ich für meine Gemeindeglieder da sein und Sie können sich jederzeit an mich wenden. Und auf Wunsch besuche ich Sie gerne zu Hause.

Jetzt freue ich mich auf viele Begegnungen mit Ihnen. Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes Segen und, wie der Norweger sagt:

Vi ses ( „Wir sehen uns“ )

Ihr
Frank Hartmann