Die Konfirmandenarbeit ist ein Kernstück des evangelischen Bildungshandelns mit jungen Menschen. Jugendliche entdecken, welche Antworten die Bibel auf ihre Lebensfragen gibt. Sie werden sprachfähig im Glauben. Sie erfahren Gemeinschaft in der Gruppe von Gleichaltrigen und werden in der Gemeinde beheimatet, in der sie die „Freiheit eines Christenmenschen“ erproben können. Die Konfirmation erleben sie als stärkende Segenshandlung für ihren weiteren Lebensweg, die sie zum Patenamt sowie zum aktiven Wahlrecht in der Gemeinde befähigt.

Die Ergebnisse der bundesweiten Studie der EKD zur Konfirmandenarbeit, die auf Befragungen aller Beteiligten beruhen, ermutigen die Gemeinden in ihrem Engagement für diese zentrale Aufgabe. Die Studie hat auch ergeben, dass z.B. bei der Beteiligung der Jugendlichen und bei der Gestaltung von jugendgemäßen Gottesdiensten noch Entwicklungsbedarf besteht.

Im Alltag erlebt die Konfirmandenarbeit Herausforderungen durch die sich ausweitende Schulzeit und die eng gewordenen Zeitfenster junger Menschen für außerschulisches Engagement. Die Kirchengemeinden sind zu neuen Formen und Modellen der Konfirmandenarbeit und ihrer engen Verknüpfung mit der Jugendarbeit herausgefordert.

Sie ist typisch für das protestantische Selbstverständnis. Die Konfirmation bekräftigt die Annahme durch Gott. Schon in der Taufe ist die Annahme des Menschen durch Gott zugesprochen; mit der Konfirmation bekräftigt die Gemeinde diese Annahme.

Am Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben findet üblicherweise die Konfirmation statt. Zwar gibt es für sie keinen biblischen Auftrag, auch ist sie kein Sakrament, aber sie gehört zum protestantischen Selbstverständnis. Die Jugendlichen erhalten seelsorgliches Geleit, Fürbitte und Segen. Ihr persönlicher Konfirmationsspruch unterstreicht dies. Die Konfirmandenarbeit bereitet die Jugendlichen auf die Konfirmation vor. Sie werden in ihr mit den zentralen Aussagen des christlichen Glaubens und mit dem Leben der Gemeinde vertraut gemacht. Konfirmandinnen und Konfirmanden lernen durch gemeinsames Arbeiten in der Gruppe, Besuche oder Praktika, Freizeiten und seelsorgliche Begleitung, Kirche in ihrer ganzen Vielfalt zu erfahren und zu verstehen.